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High-Tech im Unterricht

Rudi Ameling (amru) on 23.05.2017

, zuletzt modifiziert von Christoph Berger am 28.05.2017 um 08:56

Kunststofffräse für das Berufskolleg Bocholt-West

BBV, Dienstag, 16. Mai 2017

Bocholt - Die Lehrwerkstatt des Berufskollegs Bocholt-West hat eine „Fünf-Achs-Simultan-Kunststofffräse“ bekommen. Die rund 150.000 Euro teure, computergesteuerte Maschine dient zur Zerspanung von Kunststoffen. Die Firma Miratec Kunststofftechnik in Gescher hat das Gerät beim Hersteller gemietet und in der Metallwerkstatt aufgestellt.
   
Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster (v. li.), Landrat Dr. Kai Zwicker und Horst te Wilde, Leiter des Berufskollegs Bocholt-West an der neuen High-Tech-Kunststofffräse.
Beeindruckt zeigten sich Landrat Dr. Kai Zwicker und Borkens Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster am Montag von der „Fünf-Achs-Simultan-Kunststofffräse“, die in der Lehrwerkstatt des Berufskollegs Bocholt-West steht. Die rund 150.000 Euro teure, computergesteuerte Maschine dient zur Zerspanung von Kunststoffen. Am Berufskolleg wird sie im Unterricht für angehende Zerspanungs- und Industriemechaniker sowie Maschinenbautechniker eingesetzt.
Am Berufskolleg setzen der Werkstattleiter Jürgen Reichenberg und der CNC-Fachlehrer Peter Enting die High-Tech-Maschine ein. Beide wurden eine Woche lang geschult. Die Kunststofffräse arbeitete am Montag in nur wenigen Minuten aus einem blauen Kunststoffblock ein Micky-Maus-Gesicht heraus und arbeitete dabei auf ein tausendstel Millimeter genau. Während des vorprogrammierten Produktionsablaufes wechselte die Maschine mehrmals selbstständig die Werkzeuge in der Reihenfolge, wie sie benötigt wurden.
Das rechnergestützte Produktionsgerät wurde von der Firma Miratec Kunststofftechnik in Gescher bei der Herstellerfirma Hurco gemietet und in der Metallwerkstatt des Berufskollegs Bocholt-West zu Unterrichtszwecken aufgestellt. Zukünftige Facharbeiter, die im Berufskolleg an der Maschine ausgebildet werden, sollen so nach ihrer Ausbildung die Chance auf einen Arbeitsplatz in dem Gescheraner Unternehmen erhalten, wo die Maschine in der Produktion von Kunststoff-Einzelteilen eingesetzt wird.
So hofft das Unternehmen, an speziell auf die Kunststoffbearbeitung ausgebildete Fachkräfte und Techniker zu kommen, die dringend benötigt werden, jedoch kaum zu finden sind. In zwei Jahren wird Miratec die Maschine in den eigenen Produktionshallen aufstellen. „Dann bekommen wir eine neue“, sagte Horst te Wilde, Leiter des Berufskollegs.
Er wies seine Besucher darauf hin, dass die Kunststoffver- und -bearbeitung im Kreis Borken besonders für mittelständische Unternehmen eine stetig wachsende Branche mit oft überdurchschnittlichen Umsatzsteigerungen sei.

 

 


Kreis möchte ins Berufskolleg investieren
Am Rande des Treffens ging es auch um einen möglichen Um- und Ausbau der Berufsschule an der Schwanenstraße, die kürzlich in die Trägerschaft des Kreises übergegangen ist. „Das Förderprogramm Schule 2020 eröffnet uns verschiedene Möglichkeiten und gute Chancen. Darüber, was der Kreis tun kann, werden wir zunächst mit der Schulleitung sprechen“, sagte Elisabeth Büning von der Kreisverwaltung, Fachbereich Bildung, Schule, Kultur und Sport. Wie berichtet, hatte Horst te Wilde, Leiter des Berufskollegs, den maroden Verwaltungstrakt der Berufsschule beklagt. Fest steht nun, dass der Kreis mit Zuschüssen des Bundes- und Landes in das Gebäude investieren möchte – und in die ebenfalls marode Turnhalle an der Werther Straße, die sich ebenfalls in der Trägerschaft des Kreises befindet. Was genau geplant ist, werde der Kreis noch mitteilen, sagte Büning.
Autor: Theo Theissen
Fotos: Sven Betz

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