Kraftfahrzeugmechatroniker/ -innen

Was macht ein Tischler/eine Tischlerin?

Der Beruf des Tischlers/der Tischlerin ist ausgesprochen vielseitig. Als Tischler/in kann man nicht nur den Werkstoff Holz in Form bringen, sondern lernt auch spezielle Holzwerkstoffe, Kunststoffe, Glas, Metall und Stein zu verarbeiten. Aber nicht nur die Materialien, die der Tischler/die Tischlerin verarbeitet sind vielfältig, sondern auch die Produkte, die erzeugt werden. Neben der Fertigung von Möbeln werden in vielen Tischlereibetrieben auch Arbeiten des Innenausbaus ausgeführt sowie Fenster, Türen oder Treppen hergestellt und eingebaut. Die Aufgaben von Tischler/innen beinhalten dabei sowohl die Fertigung und den Einbau, als auch die Gestaltung der Produkte in Abstimmung mit dem Kunden.

Welche Anforderungen werden an Tischler/innen gestellt?

  • Handwerkliches Geschick

  • Technisches Verständnis

  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Mathematisches Verständnis
  • Teamfähigkeit

  • Kreativität

Wie werde ich Tischler/in?

Wer Tischler/in werden will, muss sich um einen Ausbildungsplatz in einem Tischlereibetrieb bewerben. Die Adressen von Ausbildungsbetrieben können bei der Kreishandwerkerschaft (Bocholt/Europaplatz) erfragt werden. Der Ausbildungsbetrieb meldet den Auszubildenden oder die Auszubildende zum Berufsschulunterricht am Berufskolleg Bocholt-West an.

Wie lange dauert die Ausbildung?

In der Regel dauert die Ausbildung drei Jahre. Unter bestimmten Umständen kann sie auf 2,5 oder 2 Jahre verkürzt werden.

Welche Qualifikationen erhalte ich?

Die duale Berufsausbildung endet mit einer Berufsabschlussprüfung vor der zuständigen Stelle (Kammer). In der Berufsschule wird der Berufsschulabschluss und damit der Erweiterte Erste Schulabschluss vergeben. Bei einem bestimmten Notendurchschnitt und dem Nachweis notwendiger Englischkenntnisse kann der Mittlere Schulabschluss (Fachoberschulreife) erworben werden.

Der Unterricht der Auszubildenden findet in multimedial ausgestatteten Unterrichtsräumen statt. Jeder Klassenraum verfügt über einen Computer mit Internetzugang und Beamer. Außerdem stehen den Klassen spezielle Computerräume und eine Tischlerwerkstatt zur Verfügung. Dort erwerben die Schüler/innen unter anderem praktische Kenntnisse in den Bereichen der CNC- und CAD Technik.

Hinzu kommt umfangreiches Anschauungsmaterial aus der Berufspraxis.

Die Auszubildenden haben einmal pro Woche einen zehnstündigen Berufsschultag. Um die Leistungsfähigkeit den Tag über aufrecht zu erhalten, bekommen die Auszubildenden ein gesundes Frühstück und nehmen an einem gemeinsamen Mittagessen in den Räumlichkeiten der Schule teil. Zusätzlich gibt es eine tägliche Stunde Sport- und Gesundheitstraining.

Der Fachunterricht ist nach Lernfeldern organisiert. Diese Lernfelder sind von typischen Tätigkeiten des Tischlers/der Tischlerin abgeleitet. Im Rahmen dieser Lernfelder arbeiten die Schüler/innen an berufstypischen, komplexen Aufgabenstellungen, den sogenannten Lernsituationen. Wie sich die einzelnen Lernfelder über die drei Ausbildungsjahre verteilen, ist im Folgenden dargestellt:

Lernfeld 1      Einfache Produkte aus Holz herstellen

Lernfeld 2      Zusammengesetzte Produkte aus Holz und Holzwerkstoffen herstellen

Lernfeld 3      Produkte aus unterschiedlichen Werkstoffen herstellen

Lernfeld 4      Kleinmöbel herstellen

Lernfeld 5    Einzelmöbel herstellen

Lernfeld 6    Systemmöbel herstellen

Lernfeld 7    Einbaumöbel herstellen und montieren

Lernfeld 8    Raumbegrenzende Elemente des Innenausbaus herstellen und montieren

Lernfeld 9 Bauelemente der Innenausbaus herstellen und montieren

Lernfeld 10  Baukörper abschließende Bauelemente herstellen und montieren

Lernfeld 11  Erzeugnisse warten und instand halten

Lernfeld 12  Einen Arbeitsauftrag aus dem Tätigkeitsfeld ausführen

Berufsbezogener Lernbereich               

  • Entwicklungs- und Planungsprozesse
  • Fertigungsprozesse
  • Montage/Service
  • Wirtschafts- und Betriebslehre
  • Fremdsprachliche Kommunikation

Berufsübergreifender Lernbereich

  • Deutsch/Kommunikation
  • Religionslehre
  • Politik/Gesellschaftslehre
  • Sport/Gesundheitsförderung

Differenzierungsbereich

  • CNC / CAD

Die Auszubildenden müssen vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres eine Zwischenprüfung ablegen und nach drei Jahren schließt die Ausbildung mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer ab. Beide Prüfungen bestehen aus einem Kenntnis- und einem Fertigkeitsteil. Zum Fertigungsteil der Gesellenprüfung gehört, dass die Auszubildenden ein Gesellenstück entwerfen, planen und fertigen. Dies ist in der Regel ein Möbelstück für den Eigenbedarf.